Sonntagmorgen. Halle voll. Sieben Teams. Schnelle Beine, noch schnellere Bälle – und mittendrin zwei, die eigentlich ohne großen Druck angereist sind.
Markus Lichter und Ersatzspieler Mark Felgner hatten sich nicht viel vorgenommen. Ein bisschen zocken, ein bisschen quatschen, vielleicht ein Erfolgserlebnis mitnehmen.
Am Ende wurde es Platz 4. Und ein Auftritt, der sich sehen lassen konnte.
🎯 Auftakt gegen den Favoriten – direkt auf Betriebstemperatur
Gleich zu Beginn wartete mit Gotha das stärkste Team des Tages. Später sollte sich zeigen: völlig zurecht.
Die Abstimmung im Liemehnaer Duo brauchte noch ein paar Minuten. Laufwege passten nicht immer, die Kommunikation war noch im Aufbau. Trotzdem blitzte bereits Qualität auf.
Besonders auffällig: Markus zwischen den Pfosten. Mehrere starke Paraden hielten das Spiel länger offen, als es das Ergebnis vermuten lässt.
Am Ende ein klares 1:6 – aber kein Fehlstart, sondern eher ein „Jetzt sind wir drin“.
😤 Nerven behalten und das Spiel drehen
Im zweiten Spiel wartete der Gastgeber. Und der machte es alles andere als einfach.
Zur Pause lag Liemehna zurück. Die Partie war eng. Viele Zweikämpfe, wenig Raum, viel Druck.
Dann kam die Wende.
Mit zunehmender Spielzeit übernahm vor allem Markus das Kommando. Abschlüsse wurden konsequenter. Entscheidungen klarer. Die Ruhe kam zurück.
Das Spiel kippte. Und plötzlich stand ein 4:3 auf der Anzeigetafel.
Kein Spaziergang. Aber genau die Sorte Sieg, die ein Turnier verändern kann.
⚖️ Stark mitgehalten – am Ende zu wenig belohnt
Gegen Niederlauterstein/SV1870 entwickelte sich eines der besten Spiele des Tages aus Liemehnaer Sicht.
Zur Halbzeit: 2:2.
Alles offen. Alles möglich.
Das Problem lag nicht im Spielaufbau. Das Problem lag im Abschluss. Mehrere gute Gelegenheiten blieben ungenutzt. Standards verpufften.
Der Gegner machte es besser. Weniger Chancen, mehr Tore.
Das Endergebnis fiel dadurch deutlicher aus, als es der Spielverlauf hergab. Ein typisches Spiel der Kategorie: „Da war mehr drin.“
🔥 Augenhöhe mit dem späteren Dritten
Die Partie gegen Mutzschen war intensiv. Schnell. Umkämpft.
Beide Seiten erspielten sich Chancen. Beide wollten die drei Punkte. Der Unterschied lag im Detail.
Während Liemehna in entscheidenden Momenten etwas hektisch agierte, blieb die Gegenseite abgeklärt und nutzte ihre Möglichkeiten konsequenter.
Das 2:4 fühlte sich deshalb knapper an, als es die Zahlen ausdrücken. Ein Spiel, das auch in die andere Richtung hätte kippen können.
🧠 Clever gegen höherklassige Konkurrenz
Mit Großolbersdorf wartete ein Team aus der Landesliga. Auf dem Papier eine klare Angelegenheit.
Auf dem Feld sah das anders aus.
Ein konzentrierter Start brachte eine frühe Zwei-Tore-Führung. Danach wurde nicht mehr viel riskiert, sondern klug verwaltet.
Defensiv stabil. Offensiv effektiv.
Und vorne jemand, der genau wusste, wo das Tor steht.
Das 2:1 war kein Zufall. Das war reif gespielt.
🔄 Kräfte schwinden – Qualität bleibt
Im letzten Spiel ging es gegen Ebersdorf. Beide Teams merkten den langen Turniertag.
Zur Halbzeit lag Liemehna knapp zurück. Die Beine wurden schwerer. Die Wege länger.
Doch genau in dieser Phase zeigte sich die individuelle Klasse. Das Spiel wurde gedreht. Die Chancen wurden genutzt. Hinten blieb man stabil.
Ein 4:2 zum Abschluss. Ein verdienter Schlusspunkt.
🌟 Ein Spieler im Mittelpunkt
Wenn ein Turnier so läuft, gibt es meistens einen, der heraussticht.
Diesmal war es eindeutig: Markus Lichter.
Sicher im Tor. Gefährlich im Abschluss. Präsenz über das gesamte Turnier hinweg.
Er entschied Spiele mit. Er hielt seine Mannschaft im Spiel. Er war der Faktor, der aus „ganz okay“ ein „richtig stark“ gemacht hat.
👉 Seine beste Saisonleistung. Ohne Frage.
🏁 Fazit: Mehr als nur ein gutes Turnier
Drei Siege. Drei Niederlagen. Platz 4.
Das klingt solide. Fühlte sich aber nach mehr an.
Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie mithalten kann. Dass sie Spiele drehen kann. Und dass sie auch gegen stärkere Gegner bestehen kann.
Das Podium wurde knapp verpasst.
Der Eindruck bleibt: Das war erst der Anfang.
🏁 Abschlusstabelle
| Platz | Mannschaft | Sp | S | U | N | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Gothaer HRSV 1998 e.V. | 6 | 6 | 0 | 0 | 33:11 | +22 | 18 |
| 2 | SG Niederl./SV1870 | 6 | 5 | 0 | 1 | 25:13 | +12 | 15 |
| 3 | SV Einheit Mutzschen | 6 | 4 | 0 | 2 | 26:11 | +15 | 12 |
| 4 | Radballclub Liemehna 1919 e.V. | 6 | 3 | 0 | 3 | 15:21 | -6 | 9 |
| 5 | SV1870 Großolbersdorf e.V. | 6 | 2 | 0 | 4 | 17:22 | -5 | 6 |
| 6 | Nerchauer SV 90 1 | 6 | 1 | 0 | 5 | 15:31 | -16 | 3 |
| 7 | TuS Ebersdorf Chemnitz | 6 | 0 | 0 | 6 | 7:29 | -22 | 0 |
Sport frei
RC Liemehna 1919 e.V.


