2025-12-14 | Zauber, Zirkus und zwei Pfosten – die Vorrunde des Deutschlandpokals Radball 2026 in Rötha (Gruppe 8)

Am 14.12.2025 verwandelte sich die Halle in Rötha in eine Manege des gepflegten Wahnsinns auf zwei Rädern. Die Vorrunde des Deutschlandpokals Radball 2026 – Gruppe 8 stand an. Vier Mannschaften (Wiednitz musste leider kurzfristig absagen), sechs Spiele, unzählige Tore, Pfostentreffer und Emotionen – überwacht vom erfahrenen WM-Schiedsrichter Jörg Döhler, der das Geschehen mit der Ruhe eines Zen-Meisters leitete.

Als Fan mit Herz und Stimme für Rötha (Micha & Christian) und mit viel Sympathie für Leipzig (Kay & Lenny) ging es früh los – mit Hoffnungen, Träumen und der leisen Ahnung, dass Radball manchmal ein sehr eigenes Drehbuch schreibt.


1. Spiel: Rötha – Leipzig (4:9)

Der Auftakt hatte es in sich. Beide Teams tasteten sich vorsichtig ab, als würden sie erst prüfen, ob der Boden wirklich rund ist. Lenny eröffnete das Turnier mit dem ersten Treffer – Leipzig führte 0:1. Danach ein munteres Hin und Her: Tore von Micha, Lenny und Kay, Halbzeitstand 2:3 für Leipzig.

In Halbzeit zwei drückte Leipzig kurz aufs Gaspedal – zwei schnelle Tore, die Vorentscheidung zum 5:2. Rötha kämpfte, rannte, probierte alles, machte aber leider zu viele Fehler. Am Ende stand ein deutliches 4:9, ein verdienter Sieg für Leipzig – und der erste Applaus für beide Teams.


2. Spiel: Tollwitz – Reideburg (3:2)

Ein kleines Wiedersehen gab es bei Tollwitz: Paul, früher Leipzig, jetzt im neuen Dress. Die Anfangsphase war ein offener Schlagabtausch, schnell stand es 1:1. Danach neutralisierten sich beide Teams fast schon höflich.

Reideburg beeindruckte mit Tempo und Technik, aber der letzte Biss im Abschluss fehlte. Nach der Pause zeigte Tollwitz seine Erfahrung, nutzte kleine Fehler eiskalt und zog auf 3:1 davon. Der späte Anschlusstreffer von Reideburg war nur noch Ergebniskosmetik. 3:2 für Tollwitz – abgeklärt und souverän.


3. Spiel: Reideburg – Rötha (8:5)

„Verlieren verboten“ – so lautete das Motto. Entsprechend angespannt die Gesichter. Rötha ging traumhaft in Führung: Ecke, Tor durchs Tretlager, 0:1 – Radballpoesie!

Doch die Führung hielt nicht lange, ein unnötiger Fehler, 1:1. Rötha zeigte dann seine beste Phase, zog auf 3:1 davon. Kurz vor der Pause wieder eine Ecke – 2:3, Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel verschlief Rötha den Start, Reideburg drehte das Spiel auf 4:3. Rötha kam zurück, 4:4, Hoffnung! Doch dann Pech, Chaos und ein aufdrehendes Reideburg: drei Tore zum 7:4. Rötha verkürzte noch auf 7:5, aber am Ende hieß es 8:5. Für Rötha fast das Aus – trotz großer Moral.


4. Spiel: Tollwitz – Leipzig (3:2)

Ein echtes Spitzenspiel. Ausgeglichen, intensiv, spannend bis zum Schluss. Tollwitz ging durch zwei Tore von Paul mit 2:0 in Führung. Lenny verkürzte auf 2:1, traf danach aber gefühlt alles – nur nicht ins Tor. Pfosten links, Pfosten rechts, Pfosten MVP.

Kurz vor Schluss erhöhte Paul auf 3:1, Kay traf noch zum 3:2. Leipzig drückte, doch der Tollwitzer Torwart und der Pfosten hatten etwas dagegen. Tollwitz gewann – und war damit vorzeitig qualifiziert.


5. Spiel: Reideburg – Leipzig (7:6)

Alles oder nichts. Leipzig erwischte einen gebrauchten Tag, besonders Lenny war ungewohnt fehleranfällig. Reideburg spielte abgeklärt und ging verdient mit 2:0 in Führung. Leipzig kämpfte sich zurück, 3:2 zur Halbzeit – noch war alles drin.

Nach der Pause ein offener Schlagabtausch, Tore auf beiden Seiten. Kurz vor Schluss stand es 7:5 für Reideburg. Kay erzielte noch das 7:6, doch es reichte nicht mehr. Leipzig war raus – bitter, denn das Potenzial war sichtbar. Reideburg jubelte über das Weiterkommen.


6. Spiel: Tollwitz – Rötha (5:3)

„Es geht um die Ananas“, sagte man – aber Rötha wollte sich noch einmal zeigen. Tollwitz startete stark, 2:0. Dann kam die Rötha-Minuten: Micha mit zwei wunderschönen Treffern zum 2:2.

Kurz vor der Pause ein Moment der Unachtsamkeit, 3:2 für Tollwitz. Nach dem Wiederanpfiff war bei Rötha etwas die Luft raus, Tollwitz erhöhte auf 5:2. Das letzte Tor des Turniers gehörte Christian5:3. Ein versöhnlicher Abschluss trotz Niederlage.


Resümee:

  • Tollwitz: Verdienter 1. Platz, alle Spiele gewonnen, starke Torwartleistung, kaum Fehler – absolut souverän.

  • Reideburg: Die Youngster holen verdient Platz 2, schnell, technisch stark, mit viel Luft nach oben.

  • Leipzig: Ein echtes Auf und Ab. Viele gute Ansätze, aber Pech, Pfosten und fehlende Abstimmung. Nur ein Sieg – schade, Kay und Lenny, wir drücken weiter die Daumen!

  • Rötha: Als Oberligist teuer verkauft, viel Moral, viele gute Phasen – aber zu viele Fehler. Ein Sieg wäre absolut drin gewesen. Micha und Christian: Kopf hoch!

Am Ende bleibt ein sehr schönes Turnier mit hochklassigem Radball, einer top Organisation des Röthaer SV und der Gewissheit: Radball ist manchmal brutal ehrlich – aber immer großartig. 🚴‍♂️❤️

Wir drücken Rötha und Leipzig weiterhin fest die Daumen!

Euer RC Liemehna 1919 e.V. 💛