Liemehna 4 zwischen Nervenkostüm, Radball-Gott und Präsidenten-Power
Der 1. Spieltag der Bezirksklasse 2er-Radball Elite Leipzig führte den RC Liemehna 1919 – 4. Mannschaft nach Nerchau. Schon bei der Abfahrt war klar: Das wird kein normales Turnier. Zu groß war die Vorfreude, zu zahlreich der Anhang – und zu hoch der Puls von Eric Tauchnitz, Stammspieler, Optimist und an diesem Tag ein emotionales Überraschungsei auf zwei Rädern.
Eigentlich sollte Eric mit Markus Lichter an den Start gehen. Doch Markus entschied sich kurzfristig für Ski statt Stahlrohr – eine Entscheidung, die in Liemehna zwar akzeptiert, aber nie vergessen wird. So rückte Pascal als Ersatzspieler nach. Kaum Turniererfahrung, dafür umso mehr Mut. Und keine Ahnung, was ihn erwartet.
Die Liemehna-Entourage – größer als manche Bezirksliga-Mannschaft 📣
Schon beim Betreten der Halle wurde klar: Liemehna ist da. Und wie.
Mitgereist waren unter anderem:
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Ulli „the legend“, Spieler von Liemehna 3, Radball-Urgestein und Besitzer eines Fahrrads mit offensichtlich übernatürlichen Fähigkeiten
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Kevin, ebenfalls Spieler von Liemehna 3, taktischer Denker, Fan im Herzen und stimmlich nie zurückhaltend
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Falk, Kommissär, souverän mit Pfeife unterwegs – als Generalprobe für seinen Einsatz beim Oberliga-Spieltag in Rötha
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Mark, Präsident des RC Liemehna 1919, zuständig für Motivation, Stimmung und Lautstärke. Und ja: Man hörte ihn. Immer. Überall.
Dazu zahlreiche weitere Fans, die Liemehna 4 zur größten Fanbase des gesamten Turniers machten.
Spiel 1: Liemehna 4 – KSC Leipzig 7 (0:4)
Der Start ins Turnier war… holprig.
Eric war spürbar nervös, Pascal noch auf der Suche nach Turniergefühl und Gleichgewicht. Trotzdem hielt Liemehna gut dagegen. Zur Halbzeit stand es nur 0:1, was vor allem an einer schwachen Chancenverwertung und einem glänzend aufgelegten Philipp im Tor des KSC Leipzig 7 lag.
In der zweiten Hälfte verlor Liemehna jedoch den Faden. Fehler schlichen sich ein, die Ordnung ging verloren – und plötzlich stand ein 0:4 auf der Anzeigetafel. Ein Spiel, in dem deutlich mehr drin gewesen wäre.
Spiel 2: Liemehna 4 – Hohburger SV 3 (0:9)
Dieses Spiel ging schnell in die Vereinsgeschichte ein – allerdings unter der Kategorie „Bitte nicht wieder anschauen“.
Hohburg spielte ruhig, effektiv und machte genau das, was nötig war. Liemehna dagegen war sein eigener größter Gegner. Stürze, Fehlpässe, Unsicherheiten – und ein Hallenboden, der zwar stumpf war, aber trotzdem von allen anderen Mannschaften problemlos beherrscht wurde.
Halbzeit: 0:5. Völlig verdient.
In Halbzeit zwei dann der Wendepunkt des Tages: Radwechsel.
Pascal durfte auf das Rad von Ulli „the legend“ – und plötzlich passierte etwas. Mit jeder Minute wurde er sicherer, mutiger, besser. Erste gute Aktionen, artistische Einlagen, Applaus von der Tribüne. Tore gab es noch keine, aber Hoffnung. Endstand 0:9 – mit einem ersten positiven Gefühl.
Spiel 3: Liemehna 4 – Nerchau 2 (5:0)
Kurz und schmerzlos.
Nerchau 2 sagte kurzfristig ab, das Spiel wurde mit 5:0 für Liemehna 4 gewertet. Kein Kampf, keine Tore, keine Stürze. Aber: 3 Punkte. Und die nimmt man bekanntlich immer gern mit.
Spiel 4: Liemehna 4 – Eula 4 (4:3)
Alles oder nichts – und plötzlich alles möglich 🔥
Vor dem letzten Spiel war klar:
Kein Tor aus dem Spiel, kein richtiger Sieg – und jetzt gegen Eula 4, bis dahin souverän unterwegs.
Liemehna setzte alles auf eine Karte.
Und siehe da: Plötzlich war sie da – die echte Liemehna-DNA.
Von der ersten Minute an präsent, konzentriert und bissig. Pascal war mittlerweile eins mit Ullis Rad, Eric deutlich gefasster, und die Fans – angeführt von Präsident Mark – machten die Halle zur akustischen Herausforderung.
Eula wurde nervös. Eric nutzte das eiskalt aus: 1:0, 2:0 – die ersten Tore der Saison!
Eula kam zurück, glich zum 2:2 aus.
Kurz vor der Halbzeit dann der große Moment: Pascal erzielt sein erstes Tor – 3:2. Halbzeit, Gänsehaut.
Die zweite Hälfte war ein offener Schlagabtausch. Und wieder Pascal: 4:2, sein zweiter Treffer – fast die Vorentscheidung.
Fast.
Drei Minuten vor Schluss: 4:3.
Zwei Minuten vor Schluss: Eric allein vor dem leeren Tor… daneben. Natürlich. Ohne Drama geht es nicht.
Doch diesmal hielt Liemehna stand. Die letzten Minuten wurden überstanden, der Radball-Gott schaute kurz weg – und dann war Schluss.
4:3-Sieg.
Fazit: Liemehna halt 😉
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Ein Turnier voller Höhen und Tiefen
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Große Emotionen, viele Geschichten
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Tolle Organisation in Nerchau
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Volle Halle, starke Stimmung, viel Radball-Liebe
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Radball ist eine große Familie
Am Ende stehen 6 Punkte aus 4 Spielen – und ein Saisonstart, den man so nur mit Liemehna erleben kann.
Weiter so, Liemehna 4! 🚴♂️❤️🤍
Euer RC Liemehna 1919 e.V. 💛


